Flöhe in der Wohnung

Sind erst einmal Flöhe in der Wohnung, wird man sie schwer wieder los.Unzählige Ritzen, Teppiche und Möbelstücke bieten den kleinen Parasiten einen Rückzugsort, in dem sie viele Monate auch ohne Wirtstier überleben können. Da sich nahezu 90% einer Flohpopulation in der Umgebung ihres Wirttieres aufhalten, hilft es wenig, ausschließlich das Haustier mit Flohmittel zu behandeln.

Hilfe gegen vereinzelte Flöhe in der Wohnung

Hat das eigene Haustier Flöhe, befindet sich bereits ein Teil der Flohpopulation in den eigenen vier Wänden. Bei einem leichten Flohbefall sind die Parasiten selbst eher selten in der Wohnung zu sehen. Stattdessen ist Flohkot auf den Liegeplätzen des Hundes oder der Katze zu finden.

Dies ist noch kein Grund, in Panik zu geraten. In der Regel sind ein paar vereinzelte Flöhe auch ohne chemische Mittel zu bekämpfen, wenn man als Halter nicht zu lange damit wartet.

  1. Nachdem die betroffenen Tiere selbst behandelt wurden, sollten zunächst alle Decken und Kissen gewaschen werden. Während eines Waschgangs bei 90° werden Flöhe sicher abgetötet. 60° vernichtet ebenfalls noch den Großteil der Parasiten. Doch auch die 30°-Wäsche bringt zumindest schon ein kleines bisschen Abhilfe, sodass auch alles, was eine Kochwäsche nicht verträgt, dennoch gewaschen werden sollte.
  2. Zeitgleich sollte mit dem Saugen begonnen werden. Einmal täglich wird gründlich Staub gesaugt. Besonderer Aufmerksamkeit wird dabei den Liegeplätzen der Haustiere gewidmet. Der Staubsaugerbeutel sollte hinterher in einer Mülltonne außerhalb der Wohnräume entdorgt werden.
  3. Wer sich nicht sicher ist, ob diese Maßnahmen wirklich ausgereicht haben, um den Flöhen den Garaus zu machen, kann zur Kontrolle eine Flohfalle aufstellen. Diese kann käuflich erworben, aber auch leicht selbst gebaut werden.

Maßnahmen bei starkem Flohbefall in der Wohnung

Bei einem starken Befall von Flöhen reichen die oben genannten Maßnahmen manchmal nicht aus. Handelt es sich nur ein paar vereinzelte Flöhe, die der Reinigung widerstehen, kann ein Umgebungsspray (z.B. Ardap) helfen, welches an gezielten Orten aufgesprüht wird.

Bei einem massiven Flohbefall schaffen es Flöhe, sich in ihre Verstecke zurückzuziehen und so dem Staubsauger und Umgebungsspray zu entziehen. Das ist vor allem in Wohnräumen mit alten Dielenböden und Holzverkleidungen der Fall.

Flöhe krabbeln und springen nicht die ganze Zeit sichtbar herum. Im Gegenteil, sie verstecken sich in nahezu allen Ritzen und kommen nur heraus, um an ein Wirtstier zu gelangen oder bei passender Witterung. Gerade letzteres kann man sich als Betroffener zu Nutze machen.

Warm und feucht mögen es die Flöhe besonders gern. Eine Möglichkeit, die Parasiten aus ihrem Versteck zu locken ist das Anwenden eines Dampfreinigers. Wenn sie daraufhin erst einmal ihr Versteck verlassen haben, entgehen sie auch Staubsauger und Flohspray nicht mehr. Wer es auf natürlichere Art versuchen möchte, kann statt giftigem Spray auch mit Kieselgur versuchen, mit der alles eingestäubt und anschließend aufgesaugt wird.

Da ein Dampfstrahler nicht überall eingesetzt werden kann, kommt man in einigen Fällen kaum um eine Chemiekeule herum. Flohbomben, sogenannte Fogger werden in den Wohnräumen aufgestellt und aktiviert. Sie verteilen daraufhin einen giftigen Sprühnebel, der auch die meisten Flohverstecke erreicht. Hierfür müssen aber alle Tiere und Menschen die Wohnung für einige Tage verlassen. Vor dem Wiedereinzug muss gründlich gelüftet werden.

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